Hannes Jaenicke

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Hannes Jaenicke

Lebt in: USA

Arbeit: Schauspieler, Autor und Umweltaktivist

Wünscht Sich: Minimize to the max

Textile Freunde: Sammelstücke wie Levi’s 501 und Motorradklamotten

Zur Person:

Stell Dich doch mal kurz vor.

Hannes Jaenicke, geboren 1960 in Frankfurt/Main, wohnhaft in Pacific Palisades, USA, Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien, Drehbuchstudium an der USC in L.A.

Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus? Gibt es den überhaupt?

Nein. Je nachdem ob ich als Schauspieler drehe, Dokumentarfilme mache oder schreibe, hab ich einen ausgesprochen unregelmäßigen Tagesablauf und Rhythmus. Das einzige Ritual, das täglich stattfindet, ist der allmorgendliche Kaffeepott.

Gedanken

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich im Beruf?

Gegen Windmühlen zu kämpfen. Die Film- und Fernsehbranche ist alles andere als umweltbewusst. Deshalb reise ich mit meiner eigenen Tasse und verweigere jede Form von Plastik-Geschirr, -Becher, -Besteck.

Und für Dich persönlich?

Ich lebe so, dass ich Umwelt und Natur so wenig wie möglich schädige. Sachen werden erst weggeschmissen, wenn sie auseinanderfallen bzw. überhaupt nicht mehr zu reparieren sind. Laufen und Radfahren wann immer es geht. Marken kaufen, die nachhaltig und fair produzieren, die sind selten genug. Ansonsten gilt das ‚RRR’: Reduce, re-use, recycle.

Wie lebst Du Nachhaltigkeit?

Ich beziehe seit 12 Jahren Öko-Strom, fahre einen BMW I3, den ich mit meinem Kameramann teile, kaufe ausschließlich Bio und Fairtrade, esse seit 35 Jahren vegetarisch, seit 2 Jahren vegan, meide Plastik wie die Pest und kaufe soviel wie möglich gebraucht. Licht aus, Heizung runter, fliegen nur aus beruflichen Gründen.

Hast Du Tipps zu Standards, Labels, Shops, Literatur?

Meine Klamotten habe ich großteils gebraucht gekauft. Neu kaufe ich nur Unterhosen, Socken und gelegentlich T-Shirts. Und die dann nach allen auffindbaren Zertifizierungen wie GOTS, Fairwear etc. Zum Lesen empfehle ich Kirsten Brodde, zum Beispiel ihren Blog  – Grüne Mode – und Literatur von Gisela Burckhard von Femnet. Und beim Einkauf sollte man H&M, Primark, Zara, Mango, Boss, C&A, Esprit, S. Oliver, P&C und wie sie alle heißen, meiden, und stattdessen im Netz oder sonstwo nach den wenigen Anbietern suchen, die sauber und anständig produzieren: slowmo, ARMEDANGELS , Lebenskleidung etc…..

Slowmo

Was wünscht Du Dir im Bezug auf Konsum?

Weniger ist nicht nur mehr, sondern vereinfacht das Leben. ‚Minimize to the max’ finde ich eine großartige Maxime.

Hast Du ein textiles Objekt, das Dich schon lange begleitet und das Du nicht hergeben wirst?

Meine gesamten alten Levi’s 501, und meine Motorrad-Klamotten, die ich auf diversen Flohmärkten der Welt zusammengekauft habe.

Wann bist Du glücklich?

Wenn ich mit meinem Surfbrett im Wasser bin oder segeln gehe.

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