Stoff imprägnieren – nachhaltig und gut

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Immer wieder fragen uns Leute, wie sie ihre Stoffe nachhaltig imprägnieren können – insofern sich der deutsche Sommer bislang wieder einmal von seiner nicht so schönen Seite zeigt ein sehr wichtiger Punkt.
Insbesondere bei Materialien wie unserem Funktionsstoff RAIN aus 100% GOTS-zertifizierter Baumwolle ist das Imprägnieren wichtig: Er kommt zwar mit einer so dichten Webung, dass seine Fasern bei Kontakt mit Wasser aufquellen und eine Art natürliche Schutzbarriere bilden, ist aber dennoch nicht unendlich belastbar. Will sagen: Wenn man damit eine Weile durch prasselnden Regen läuft, kann die Barriere schon mal nachlassen. Dem kann man aber relativ einfach entgegenwirken. Fjällrävens Greenland Wax und die Imprägnierung von Nikwax sind zwei Varianten, mit denen Ihr Eure Stoffe schnell, günstig und nachhaltig widerstandsfähiger machen könnt.

Greenland Wax – wie funktioniert’s?

Das Imprägnier-Wunder von Fjällräven kommt in einem Stück aus Wachs daher und wurde bereits in den 1960ern entwickelt! Man reibt es einfach auf die Kleidung; an Schultern oder Knien am besten ein wenig öfter. Danach kommt der Clou: Mit einem Fön oder Bügeleisen schmilzt man das Wachs direkt auf dem Kleidungsstück, sodass es besser in die Fasern eindringen kann. Diesen Vorgang kann man im Prinzip beliebig oft wiederholen, je nachdem, wie wasserdicht der Stoff werden soll.
Natürlich kann man das Wachs jederzeit wieder auswaschen und den Stoff damit entsprechend auch wieder atmungsaktiver machen. Es braucht ungefähr zwei bis drei Wäschen, bis das Wachs komplett aus dem Stoff verschwunden ist. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass Ihr nicht ständig nachwachsen müsst, sondern eben erst ab der zweiten oder dritten Wäsche. Apropos Wäsche: Sehr praktisch ist, dass man die gewachste Kleidung ohne Probleme mit anderen Kleidungsstücken zusammen waschen kann, ohne dass das Wachs aus Versehen Euer Lieblingsstück ruiniert! Und das beste zum Schluss: Mit einem Preis von 10 Euro ist das Greenland Wax auch etwas für den schmalen Geldbeutel.

Die Imprägnierung von Nikwax

Nikwax ist seit Jahren ein Standard-Imprägniermittel für alle, die sich gern bei Wind und Wetter im Freien bewegen. Das Gute: Es wird auf Wasserbasis hergestellt und kommt ganz ohne Fluorcarbone aus, die nachweislich nicht nur die Umwelt, sondern auch den Organismus schädigen können. Vor gut 25 Jahren machte Nikwax-Gründer Nick Brown die Entdeckung eines wasserabweisenden, elastischen Moleküls, das sich mit allem bindet, was Wasser anzieht, dabei aber gleichzeitig Lücken lässt – somit bleibt der Stoff atmungsaktiv. Ein Nebeneffekt ist, dass die Fasern reißfester, dehnbarer und belastbarer werden. Insofern Nikwax auch eine überzeugende Firmenphilosophie hat und zahlreiche interne und externe Projekte zu Umwelt- und Naturschutz fördert, gibt es von unserer Seite auch hier eine klare Kaufempfehlung!

Kennt Ihr weitere Möglichkeiten, Stoffe nachhaltig zu imprägnieren? Dann schreibt es in die Kommentarspalte!

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