Lebenskleidung stellt vor: Elisa Muresan

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Unsere Woche hier bei Lebenskleidung war wahrlich vollgepackt mit schönen Dingen – zuallererst natürlich dem Launch unserer neuen Kollektion Frühjahr/Sommer 2018! Nichtsdestotrotz haben wir es geschafft, auch in dieser Woche eines unserer Lieblingslabels zu einem kurzen Interview per Mail „zu treffen“ – Zaragoza, Spanien, war für ein persönliches Treffen dann leider doch ein wenig zu weit weg… Miguel Mateo, Co-Founder des spanischen Labels ‚Elisa Muresan, hat uns ein paar brennende Fragen beantwortet, mit denen wir Euch einen guten Start ins Wochenende wünschen!

Hallo Miguel, könntest Du Dich vielleicht kurz vorstellen?

Ich bin Miguel Mateo, Co-Founder und CEO des nachhaltigen Modelabels ‚Elisa Muresan‘ mit Sitz in Zaragoza, Spanien.

Wann wurde das Label gegründet und was hat Dich und Euch dazu angetrieben?

Erste Ideen haben wir 2010 gehabt, die Marke wurde dann schließlich 2012 geboren. Wir wollten und wollen uns der Modewelt widmen, aber im Einklang mit unserer Art zu denken, respektvoll gegenüber der Umwelt und den Tieren.

Wieviele Leute arbeiten aktuell bei Euch, wie wichtig sind Euch große oder kleine Strukturen?

Im Moment arbeiten wir mit drei Leuten. Es kommt darauf an, was wir unter Groß oder Klein verstehen. Wir glauben, dass Strukturen natürlich wichtig sind, sie sollten jedoch nicht zu groß werden, um den Nachhaltigkeitsaspekt nicht zu vernachlässigen.

Verkauft Ihr Eure Sachen hauptsächlich online oder im Geschäft?

Wir verkaufen hauptsächlich in unserem Geschäft in Zaragoza, aber auch online. Der Online-Verkauf, zumindest in Spanien, ist für nachhaltige Mode immer noch sehr kompliziert.

Ich kenne mich mit der nachhaltigen Mode-Szene in Spanien nicht besonders gut aus. Passiert dort gerade eine Menge, bemerkt Ihr einen Umbruch?

Tatsächlich stimmt es, dass insbesondere in den vergangenen zwei bis drei Jahren viel passiert ist! Viele neue Marken und ein generell größeres Interesse für nachhaltige Themen kann man durchaus sehen, obwohl wir glauben, dass es noch immer viel zu tun gibt.

Mit welchen Schwierigkeiten habt Ihr es immer wieder zu tun und wie löst Ihr sie?

Für uns war die größte Schwierigkeit wirklich, Stoffe zu finden. Als wir angefangen haben, war das hier in Spanien leider nicht einfach. Das hat sich inzwischen aber geändert. Es war und ist auch immer noch schwierig, Kunden verständlich zu machen, was nachhaltige Mode wirklich bedeutet; weil es ja darum geht, dass sie ihre Kaufgewohnheiten ändern sollten und dafür eben auch einen fairen Preis zahlen müssen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Euch – im Job, aber auch privat?

Nachhaltigkeit ist für uns eine Lebensweise, die in allen Bereichen des Lebens, der Mode, der Ernährung, der Körperpflege etc. präsent sein muss …

Es ist ein Gleichgewicht zwischen den Ressourcen, denen, die sie nutzen, und der Fähigkeit des Planeten, diese zu absorbieren und zu regenerieren. Es ist Respekt für alles, was uns umgibt, Natur und Tiere. Sie sind nicht einfach unser Eigentum, aber wir sind ein Ganzes. Menschen sind nicht über diesen Dingen, wir gehören ihnen an.

Wie wichtig sind Netzwerke für Euch? Nehmt Ihr regelmäßig an Roundtables teil oder seid auf Märkten präsent?

Netzwerkstrukturen und kollaborative Partnerschaften sind sehr wichtig, weil sie einzelne Anliegen besser repräsentieren und streuen können. Vielleicht nehmen wir nicht regelmäßig genug daran teil, obwohl wir mehrmals im Jahr bei Vorträgen an Schulen und Universitäten dabei waren. Wir sind nicht sehr regelmäßig auf Messen, da die Besucher nicht direkt unsere Zielgruppe sind und weil sie in der Regel auch außerhalb Spaniens wohnen, würden die Kosten für den Vertrieb etc. sprunghaft ansteigen.

Wie würde die optimale Konsumlandschaft für Euch aussehen?

Es gab und gibt inzwischen ein echtes Bewusstsein für das Problem des unnachhaltigen Konsums. Im Moment haben wir das Gefühl, dass das Bewusstsein, die Dinge anders zu machen, zu wachsen beginnt. Aber noch immer entschuldigt man viel zu viel, wenn es um die individuellen Einkaufsgewohnheiten geht. Viele Leute wollen zu jeder Zeit eine große Vielfalt an Produkten, und die großen Ketten leisten das leider bis dato am besten – und noch dazu zu günstigen Preisen.

Ja, das ist leider sehr wahr – wir sind aber so glücklich, dass Labels wie eures ihr Bestes versuchen, um diese Vielfalt auch in der nachhaltigen Modeszene sichtbar zu machen!

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