Goodbye Kälte – Lebenskleidung bei der Berliner Obdachlosenhilfe

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Als wir Anfang November über unseren Blog dazu aufriefen, auch in diesem Jahr von uns zur Verfügung gestellten Sweat Stoff zu Hoodies und Mützen zu vernähen, um damit zumindest einem Teil der Berliner Obdachlosen etwas Wärme zukommen zu lassen, haben wir natürlich gehofft, dass die Reaktionen ähnlich positiv ausfallen würden wie im vergangenen Jahr. Stattdessen wurden wir eines besseren belehrt – und zwar ausschließlich im positiven Sinne! Nach nur zwei Tagen mussten wir das Anmeldeformular schließen und sind nun seit gut zwei Wochen unaufhörlich damit beschäftigt, Pakete zu öffnen, Hoodies zu sortieren und uns über die beigelegten Karten zu freuen – ein riesengroßer Dank geht deswegen raus an alle Näherinnen, ohne die diese Aktion niemals zustande gekommen wäre!
Die weitere Mammutarbeit liegt natürlich nicht bei uns, sondern beginnt erst dann, wenn die genähten Sachen an die Berliner Obdachlosenhilfe im Nordwesten der Stadt übergeben werden. Deswegen möchten wir uns auch hier noch einmal ganz herzlich bedanken. Dass die freiwilligen Helfer schon mehrfach in unser Office am anderen Ende der Stadt gekommen sind, ist keine Selbstverständlichkeit! Da viele von Euch sicherlich gar keine genaue Vorstellung davon haben, wie und wo die Hoodies verteilt werden, haben wir uns Anfang Dezember entschlossen, eine der Verteilrunden der Obdachlosenhilfe zu begleiten. Aus Respekt vor den obdachlosen Menschen haben wir darauf verzichtet, die Aktion mit einer Kamera zu begleiten – bitte habt dafür Verständnis!

 

An einem Mittwochabend gegen 17 Uhr haben wir uns zunächst auf den Weg nach Berlin-Wedding gemacht, wo sich die Räumlichkeiten des Vereins Berliner Obdachlosenhilfe befinden. Hier werden nicht nur die Spenden gesammelt und für die Verteilung sortiert, sondern es wird auch gekocht. An drei Tagen in der Woche trifft man sich dann ab dem frühen Nachmittag und bereitet frisches Essen zu. Ergänzt von Spenden großer Supermärkte und – ganz klar – warmer Kleidung macht sich gegen 17.30 Uhr der Transporter der Obdachlosenhilfe auf den Weg zur ersten Station, dem Leopoldplatz im Wedding. Wir fahren zusammen mit einigen anderen freiwilligen Helfern mit der U-Bahn und erreichen den Leopoldplatz in etwa zur gleichen Zeit.

Auf dem Weg von der U-Bahn zum Verteilpunkt erklärt uns eine der Helferinnen, worauf wir achten sollen: Hände desinfizieren oder, wenn wir mögen, Einweghandschuhe tragen und sobald es zu irgendeiner Art von Konflikt unter den Obdachlosen kommt schnellstens verschwinden. Für Zweifel oder Fragen, ob wir überhaupt gut genug vorbereitet sind, bleibt zum Glück keine Zeit.

Eine Tischtennisplatte wird zur Tafel für Essen und Getränke

Auf einer Tischtennisplatte werden Suppentöpfe, Stiegen mit belegten Broten und Kaffee- und Teekannen aufgebaut. Die Menge der Leute, die hier auf das Essen wartet, ist überschaubar. Zwanzig, vielleicht 25 Menschen – die meisten davon Männer – stellen sich an und bekommen der Reihe nach Essen und Getränke. Kleidung, das erfahren wir noch, wird erst an den nächsten beiden Stationen verteilt. Wir geben Brote und Joghurtbecher aus und kommen mit einem der Obdachlosen sogar kurz ins Gespräch. Er erzählt uns seine Geschichte, die wahrscheinlich auch die Geschichte vieler anderer ist. Wie man von einer Wohnung und Hartz IV über ein paar nichtbezahlte Stromrechnungen plötzlich ganz schnell in die Wohnungslosigkeit abrutscht. Wir wüssten gern, welche Worte bei einer solchen Geschichte die richtigen sind, merken aber, dass es darum gar nicht geht. Die meisten Menschen nämlich sind einfach dankbar, dass ihnen jemand zuhört und ein warmes Essen gibt.

Nach einer reichlichen halben Stunden machen wir uns auf den Weg zum Alexanderplatz. Hier sollen es, so erfahren wir auf dem Weg, um einiges mehr Menschen sein. Und tatsächlich: Bei unserer Ankunft steht bereits eine meterlange Schlange dort, wo sich tagsüber Touristen zur Begehung des Fernsehturms einreihen. Auf den Betonbänken vorm Fernsehturm wird abermals alles, was es an Essen und Trinken gibt, aufgebaut. Die Kleidung, so werden wir klar instruiert, soll erst nach dem Essen verteilt werden. Mehr als 80 Menschen sind es diesmal, die darauf warten, bei Eiseskälte zumindest kurz etwas Warmes zu bekommen. Als wir nach einer knappen Stunde mit der Nahrungsmittelausgabe fertig sind, begeben wir uns vor dem Transporter der Obdachlosenhilfe auf Position. Hier werden, sortiert nach Männern und Frauen, Ober- und Unterbekleidung und natürlich Größe, Kleidungsstücke vergeben.

Zwei ehrenamtliche Helfer der Obdachlosenhilfe Berlin bei der Abholung der Hoodies in unserem Office

Natürlich: Es ist kalt und deswegen offensichtlich zweitrangig, ob die Kleidung den Geschmack trifft oder nicht. Umso mehr berührt es uns, als wir merken, dass die Obdachlosen sich über die selbstgenähten Hoodies tatsächlich unglaublich freuen. Es geht dabei vielleicht gar nicht so sehr darum, wie die einzelnen Stücke aussehen. Aber die Tatsache, dass jemand sich hingesetzt und etwas für sie genäht hat, sorgt bei den Menschen für ein Gefühl der Wertschätzung, das sie sonst viel zu selten erfahren. Nachdem wir Hoodies, Mützen und Jacken verteilt haben, machen wir uns allmählich auf den Heimweg. Es ist nicht spät, aber schon jetzt unfassbar kalt. Für die ehrenamtlichen Helfer der Obdachlosenhilfe Berlin ist der Abend noch lange nicht vorbei: Sie haben ihre letzte Station am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg und treffen sich anschließend im Wedding zur Nachbereitung.

Wir haben einmal mehr gemerkt: Es ist tatsächlich wahr, dass sich mit kleinen Dingen, die für uns ganz selbstverständlich sein mögen, anderswo sehr viel Freude schenken lässt. Für uns steht fest, dass wir auch im kommenden Jahr wieder zur Aktion „Wärme nähen“ aufrufen möchten – natürlich zusammen mit Eurer Hilfe! Bis es soweit ist, kann Jede/r hier nachschauen, womit der Berliner Obdachlosenhilfe zur Zeit geholfen werden kann. So haben wir den Erlös der 50 Cent, die wir pro verkauften Meter Sweat im November gesammelt haben, erst vergangene Woche für neue Räumlichkeiten gespendet – für die Obdachlosenhilfe Berlin ein essentieller Schritt. Wir möchten uns bei allen Näherinnen und Helferinnen und Helfern der Obdachlosenhilfe Berlin für die tolle Zusammenarbeit bedanken und blicken mit dem Optimismus, dass wir gemeinsam tatsächlich helfen können, ins neue Jahr! Wir wünschen Euch ein frohes Fest und einen guten Rutsch und lassen im neuen Jahr von uns hören!

Im Gespräch mit Birgit von ‚Selbermachen macht glücklich‘

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Vor einigen Wochen hatten wir hier bei Lebenskleidung einen kleinen Überraschungsbesuch aus dem Süden, der uns sofort ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Birgit von Selbermachen macht glücklich ist gemeinsam mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und drei Flaschen Wein aus der Heimat in unserem Office in Berlin/Kreuzberg vorbeigekommen. Auseinander gegangen sind wir mit viel Vorfreude auf kommende gemeinsame Projekte, denen sich Birgit sofort gewidmet hat. Nachdem wir ihr nämlich etwas von unserem Interlock 3D in Navy zugesendet haben, hat sie uns nun nach nur drei Wochen mit dem tollen Männerpullover, den Ihr hier oben sehen könnt, überrascht. Weil wir von Birgit, dem Pullover und ihrem Blog ziemlich begeistert sind und sie längst nicht nur Dinge tut, die mit Nadel, Faden und Stoff zu tun haben, haben wir sie kurzerhand interviewt. Lest hier ihre Antworten, stöbert auf ihrem Blog und habt ein wunderschönes Wochenende!

Seit wann gibt es ‚Selbermachen macht glücklich‘, welche Themen deckt der Blog ab und was liegt Dir dabei besonders am Herzen?

Meinen Blog gibt es seit Herbst 2016. Davor hatte ich ein paar Monate an verschiedenen Logos und Ideen auf einem kostenlosen Blogspot-Blog herumprobiert. Dabei wurde mir schnell klar, dass ich einen ansprechenderen Look und mehr Funktionen für meinen Blog haben wollte und startete daher mit meiner eigenen Domain auf WordPress. In dieser Findungsphase habe ich auch die Entscheidung getroffen, über meinen Biogarten und Nähideen aus Biostoffen zu bloggen und bin sehr glücklich damit.

Welcher ist Dein Hintergrund? Du bist ja promovierte Biologin – was
hat schließlich den Ausschlag gegeben, den Blog ins Leben zu rufen?

Mein berufliches Leben hat sich mit meinen Kindern schlagartig verändert. Bis dahin war ich Biologin aus Leidenschaft, habe viele Jahre in Schweden, Australien und Kanada gelebt und an verschiedenen Universitäten an Bienen und Fruchtfliegen geforscht. Mein Spezialgebiet war die Neuroanatomie – schon damals haben mich Formen, Farben und Strukturen fasziniert.

Der Beruf ist jedoch nicht alles – schon gar nicht, wenn es bedeutet, nicht für seine Familie da sein zu können. Um genügend Zeit für meine Kinder zu haben und trotzdem „weiterlernen“ zu können, habe ich daher in den Familienbetrieb meines Mannes gewechselt und eine Fortbildung zur E-Commerce Managerin gemacht. Ich liebe es, neue Dinge zu lernen und konnte viele meiner bisherigen Kenntnisse im Bereich Gestaltung und Grafik im neuen Beruf auch weiterhin anwenden.

Durch die Teilzeitarbeit hatte ich jedoch auch plötzlich die Möglichkeit, neue wunderbare Hobbies zu beginnen. Zuerst hat über einige Jahre hinweg mein 180 m² großer Gemüsegarten all meine Freizeit ausgefüllt, bis in der Winterpause 2016 das Nähen dazu kam. Inspiriert hat mich dazu meine Schulfreundin Daxi mit ihrem wunderbaren Blog. Ich stellte ihr gefühlte 1000 Fragen, kaufte mir eine gute Nähmaschine und legte einfach los. Dank der vielen tollen Ebooks und Nähvideos ist das zum Glück auch sehr einfach.

Birgit Spitzhüttl
Birgit Spitzhüttl, hier im selbstgenähten Lieblingspullover „Polly“ von fritzi-schnittreif aus Lebenskleidung Bio Sweat in Henna

Während ich in meinem Gemüsegarten von Beginn an sehr viel Wert auf das biologische Gärtnern legte, brauchte es zu meiner Schande ein bisschen, bis ich endlich auch Biostoffe für mich entdeckte. Seitdem gibt es für mich keine Alternativen, die ich dank der wunderbaren Biostoffe von u.a. Lebenskleidung auch nicht brauche.

Der Blog ist wiederum eine tolle Möglichkeit, seine Fortschritte und Ergebnisse festzuhalten. Wie ein Tagebuch – nur mit Fotos und für Jeden einsehbar. Dabei entdeckte ich meine Leidenschaft für die Fotografie und das Schreiben. Ich liebe es, mir Stories zu den Nähwerken auszudenken und fotografiere so lange, bis ich zufrieden bin. Das ist übrigens der Bereich, in welchem ich mich gerade versuche anhand von Fotokursen zu verbessern.

Arbeitest Du neben all den Dingen, die der Blog mit sich bringt, noch
ganz regulär und falls ja, möchtest Du das irgendwann zugunsten der
‚Hobbies‘ zurückfahren?

Ja, ich arbeite weiterhin in unserem Familienbetrieb (das Möbelhaus Spitzhüttl Home Company) im Bereich Grafik- und Webseiten-Gestaltung und genieße auch diese Arbeit sehr. Wir haben ein sehr familiäres Arbeitsklima mit einem tollen Team und es lässt sich mit meinen Hobbies zeitlich noch gut verbinden.

An diesem Wochenende findet bei euch ein kleines Event statt. Kannst
Du uns vielleicht noch einmal erzählen, welches Konzept ihr dabei
verfolgt und wen man dort so wird treffen können?

Die Küchenabteilung in unserem Möbelhaus wurde dieses Jahr komplett umgebaut und auf 2.400 m² verdoppelt. Das möchten wir mit unseren Kunden feiern und laden Sie daher im Rahmen eines großen Küchenbrunchs zu uns ein. Dazu gibt es ein sehr abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Profiköchen und vielen interessanten Ausstellern. Ich präsentiere dabei das Thema „Nachhaltiges Nähen & Biostoffe“. Das passt sehr gut zu unserem Möbelhaus, da wir auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Qualität sehr viel Wert legen. Ich freue mich schon so auf diesen besonderen Tag und finde es großartig, dass Lebenskleidung mich als Sponsor dabei unterstützt!

Zum Schluss noch eine Frage, die vor allem in der Vorweihnachtszeit
naheliegt: Wie sieht für Dich der perfekte Tag zum Entspannen aus?

Wie viele Hobbynäherinnen entspanne auch ich sehr gut an der Nähmaschine. Es ist ein bisschen wie Meditation. Man konzentriert sich voll und ganz auf das Projekt und die Gedanken hören auf sich im Kreis zu drehen. Natürlich ist man nach ein paar Nähstunden auch ganz schön platt, aber meist auch sehr glücklich. So entstand auch der Name zu meinem Blog. Vieles was man selber macht und mit eigenen Händen kreiiert, macht einen glücklich. Ob es nun die erste Tomatenblüte von den selbstgezogenen Samen oder ein erfolgreiches Nähprojekt ist. Es wurde mit viel Liebe selbstgemacht. Und das ist in unserer heutigen schnelllebigen, konsumgesteuerten Zeit absolut keine Selbstverständlichkeit mehr!

Alle Bilder: Birgit Spitzhüttl

Lasst uns Wärme nähen 2017!

Lasst uns Wärme nähen
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UPDATE: 04.11.2017 11:00 Uhr

IHR SEID DER W A H N S I N N

SO VIELE EINSENDUNGEN. WIR HABEN TATSÄCHLICH KNAPP 1.000 METER STOFF FÜR DIESE AKTION VORGESEHEN UND DIE SIND NUN BEREITS KOMPLETT VERGEBEN. WOW WOW WOW.

LEIDER HEISST DAS, DASS WIR DAS FORMULAR SCHLIESSEN MUSSTEN. WENN IHR NOCH RESTSTOFFE ZU HAUSE HABT, KÖNNT IHR NATÜRLICH NOCH GERN MITMACHEN. SCHAUT AUCH EINMAL AUF DIE BEDARFSLISTE DER OBDACHLOSENHILFE BERLIN E.V.

Liebe Lebenskleidung Community,

nach dem Erfolg im letzten Jahr und der riesengroßen Hilfe die wir leisten konnten, melden wir uns in diesem Jahr erneut mit der Bitte um Deine Hilfe!

Wieder steht der Winter vor der Tür und es wird bald wieder bitterkalt.

Seit dem letzten Jahr hat sich für die Menschen ohne Wohnung leider nicht sehr viel geändert. Im Gegenteil berichten viele Medien, die Situation sei für Obdachlose sogar noch schlimmer geworden.

Der Deutschlandfunk berichtet:

Vor drei Jahren lebten in Deutschland 335.000 Menschen auf der Straße, so die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. 2018 könnten es schon mehr als 500.000 sein. (Quelle: Deutschlandfunk)

Das Videoportal Draufsicht hat in einer Reportage einen ehemaligen Obdachlosen im Bericht „Auf der Straße – Obdachlos in Berlin“ begleitet. Ebenfalls erfahrt Ihr dort mehr über den Kältebus, der sich auch über Eure Spenden freut! Dort seht ihr eindringlich, was es bedeutet, gerade im Winter ohne Dach über dem Kopf zu sein!

Gerade hier bei uns in der Haupstadt hat sich die Situation noch weiter verschlechtert, wie ihr vielleicht schon in den Medien gehört habt.

Wir möchten auch in diesem Jahr wieder im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen und hoffen, dass Du uns dabei unterstützt!

Gemeinsam mit der Berliner Obdachlosenhilfe e.V. haben wir deshalb wieder die Aktion „Lasst uns Wärme nähen“ ins Leben gerufen.

Das Credo der Berliner Obdachlosenhilfe e.V. lautet:

Wir können die Welt nicht verändern – doch wir können aktiv sein und helfen!

In diesem Sinne möchten wir auch wieder aktiv werden.

Und zwar gemeinsam mit DIR!

Wir hoffen Du unterstützt uns erneut, damit wir unseren Mitmenschen Liebe und Wärme schenken können.

In diesem Jahr wurden schon viele Mützen gespendet, deshalb zielen wir zuerst darauf ab, dass wir gemeinsam viele warme Pullover und Hoodies spenden können.

Berliner Obdachlosenhilfe

Wenn Du helfen möchtest, geht das so:

UPDATE: 04.11.2017 11:00 Uhr

IHR SEID DER W A H N S I N N

SO VIELE EINSENDUNGEN. WIR HABEN TATSÄCHLICH KNAPP 1.000 METER STOFF FÜR DIESE AKTION VORGESEHEN UND DIE SIND NUN BEREITS KOMPLETT VERGEBEN. WOW WOW WOW

LEIDER HEISST DASS, WIR MUSSTEN DAS FORMULAR SCHLIESSEN. WENN IHR NOCH RESTSTOFFE ZU HAUSE HABT, KÖNNT IHR NATÜRLICH NOCH GERN MITMACHEN. SCHAUT AUCH EINMAL AUF DIE BEDARFSLISTE DER OBDACHLOSENHILFE BERLIN E.V.

1.) Wir senden Dir jeweils 2 Meter Bio Sweat Stoff inkl. passenden Bündchen auf unsere Kosten an Deine Adresse.

2.) Trage dazu einfach ganz unten auf der Seite im Formular Deine Adressdetails ein und der Stoff geht so schnell wie möglich zu Dir auf die Reise! |bitte beachte, dass die Aktion nach einer gewissen Zeit geschlossen werden muss, da wir zwar sehr, sehr viel aber nicht unendlich Stoff spenden können – bitte sieh wenn möglich von Anfragen oder Zwischenfragen ab, es sei denn Du hast innerhalb von 30 Tagen keinen Stoff erhalten!]

3.) Du nähst einen Hoodie (Kapuzenpullover) oder einen Pullover in Größe L oder XL aus dem Stoff (Schnitt und Verarbeitung bleiben gänzlich Dir überlassen. Wichtig ist, dass der Hoodie oder der Pullover Wärme spendet; da die meisten Obdachlosen Männer sind, orientiere Dich gern an einem Männer- oder Unisex Schnitt)

–> ein Schnittmuster für einen Hoodie findest Du zum Beispiel hier bei Bernina oder hier (in englisch)

–> hier findest Du ebenfalls freie Schnittmuster für Pullover und Oberteile

4.) Du sendest uns die fertig genähten Teile an unsere Berliner Adresse unter:

Lebenskleidung, Leuschnerdamm 13, 10999 Berlin

zurück.

5.) Nach Erhalt der Pakete sammeln wir diese und übergeben sie sofort an die Berliner Obdachlosenhilfe e.V. damit die Teile sofort auf den wöchentlich mehrmals stattfindenden Fahrten an die Bedürftigen verteilt werden können.

Obdachlos Berlin

Sofern Du noch weitere Dinge spenden möchtest, die Du zu Hause übrig hast, findest Du hier die Bedarfsliste der Berliner Obdachlosenhilfe e.V. nach Dringlichkeit – sende uns gern noch weitere Sachen in dem Paket zu, wir dokumentieren die Übergabe für Dich!

Natürlich kannst Du diese Aktion auch in Deiner Stadt, in Deinem Landkreis, in Deiner Nähe starten. Im Internet findest Du ganz einfach die nächste Initiative.

Im Blog „Ohne Wohnung – was nun“ von Helmut Richard Brox findest Du ebenfalls Adressen von Obdachlosen-Initiativen in Deiner Nähe.

Werde gern auch selbst aktiv und sende Dein Paket nach Rücksprache mit den Initiativen direkt dorthin. Ein Foto bei uns auf Facebook als „Beweis“ unter Angabe wohin Du den Pullover gesendet hast, wäre toll. Diese Initiativen freuen sich ebenfalls über Spenden! Wenn Du lokal spenden möchtet, mache dies. Ansonsten freuen sich zahlreiche Obdachlose hier in Berlin über Deine Spende!

Lasst uns Wärme nähen

Natürlich kannst Du auch direkt Geld an die Berliner Obdachlosenhilfe e.V. oder eine der unter „Ohne Wohnung – was nun“ genannten Adressen spenden. Jeder Euro ist nötig.

Deshalb spenden wir bei Lebenskleidung zusätzlich zu jedem im Zeitraum November 2017 gekauften Sweatshirt Stoff jeweils 0.50 € an die Berliner Obdachlosenhilfe e.V.

Wir werden in diesem Jahr alle Aktionen und Übergaben ausführlich in Bild und Ton dokumentieren!

Und falls Du in Berlin jemanden siehst, der bei bitterser Kälte draußen im freien schläft, ruft bitte sofort den Kältebus an! Hilf Menschenleben retten und rufe den Kältebus an! Sofern Du nicht in Berlin lebst, kannst Du auch Deine Stadt, Gemeinde oder jede Polizeidienststelle informieren! Die Berliner Stadtmission schreibt:

 

  • Gehen Sie vorher sicher, dass der oder die Bedürftige wirklich abgeholt werden möchte. Sonst fahren wir vergeblich hin und versäumen so womöglich das Abholen einer anderen Person, bei der die Uhr tickt…
  • Ist derjenige gar nicht mehr ansprechbar, dann bitte nicht uns, sondern einen Krankenwagen rufen: 112.
  • Die Telefonnummer ist:

    (0178) 523 58-38

Wir hoffe, dass viele an den Aktionen teilnehmen und wir in diesem Jahr wieder viel Wärme nähen und schenken können!

Viele Grüße aus Berlin

Dein Team Lebenskleidung