Lebenskleidung goes Skandinavien

Lebenskleidung fabric collection presentation
Download PDF

Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr mit unserer neuen Frühjahr/Sommer Stoffkollektion 2018 zum ersten Mal in Skandinavien unterwegs sind.

Im Norden Europas hat sich eine sehr lebhafte Ethical Fashion Szene herausgebildet die durch klare Formen, unverwechselbares Design und eine nachhaltige Produktionsweise besticht. Wir sind stolz darauf, dass viele der dort ansässigen Brands mit unseren Stoffen arbeiten.

Mori Collective Chrystal Seeker
Mori Collective (Helsinki, Finland)

Wir stellen Dir bald hier im Blog ausgewählte skandinavische Ethical Fashion Label vor. Heute informieren wir Dich zuerst über die kommenden Events.

Studio Hejne Front
Studio Heijne (Stockholm, Schweden)

Unsere Kollektions Pop-Up Reise führt uns nach Helsinki, Stockholm und Oslo. Falls Du in der Nähe bist, triff uns dort gern.

Hekne Design
Hekne Design (Oslo, Norwegen)

An jeweils einem Tag stellen wir unsere aktuelle Lebenskleidung Stoffkollektion vor und Ben wird an zwei Sessions pro Tag zum Thema „Sustainable Textile Supply Chain“ referieren.

Helsinki:

Aalto UniversityAm Montag, dem 19.03.2018 begrüßen wir Dich und interessierte Sustainable Fashionistas gemeinsam mit der Aalto UniversitySchool of Art, Design and Architecture, Fashion, Clothing and Textile Design auf deren Campus in Helsinki. Wir freuen uns sehr, dass Aalto dieses Event mit uns gemeinsam veranstaltet, da der dortige Master Studiengang „Fashion, Clothing and Textile Design“ großen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit in der Textilindustrie legt. Die Präsentation von Ben findet zwei Mal statt: Einmal von 15.00 – 16.30 Uhr und einmal von 17:00 – 18:30 Uhr.

In Helsinki haben wir genug Platz, so dass eine Anmeldung nicht erforderlich ist.

Die Stoffkollektionsvorstellung ist frei und den ganzen Tag von 11:00 – 20:00 Uhr offen.

 

Stockholm:

Am Mittwoch, dem 21.03.2018 sind wir bei Wendy Heijne im schönenStudio Heijne Design Konzept Store Studio Heijne im Herzen von Stockholm zu Gast. Studio Heijne steht für Kreativität, Qualität und kooperatives Arbeiten. Wendy hat einst 12 Jahre lang für den Moderiesen H&M gearbeitet, dort jedoch gemerkt wie ihre Kreativität an ihre Grenzen kam. Deshalb hat sie sich entschlossen mit jungen Designern zu arbeiten und diesen einen Raum zu geben und ihre Erfahrung weiterzugeben. Die Präsentation findet in Stockholm ebenfalls zwei Mal statt:

Einmal von 15.00 – 16.30 Uhr und einmal von 17:00 – 18:30 Uhr.

Aufgrund der limitierten & begrenzten Platzkapazität melde Dich bitte bei Interesse über das Formular (englisch) an.

Die Stoffkollektionsvorstellung ist frei und den ganzen Tag von 11:00 – 20:00 Uhr offen.

 

Oslo:

Am Freitag, dem 24.03.2018 schließlich findet ihr uns in Oslo/Norwegen wo wir gemeinsam mit JustFashion.no zu unserem Stoff-Kollektions-Pop-Up einladen.  JustFashion.no ist eine kuratierte Plattform, die ausgewählte Designer vorstellt und anhand festgelegter Kriterien wie bestimmten Umwelt- Sozial- oder kulturellen Kriterien transparent vorstellt. In Oslo findet ihr uns in der Location Sentralen, wo wir unseren Stoffständer aufpoppen lassen. Leider haben wir auch hier begrenzten Platzkapazitäten, so dass Bens Präsentation zwar zwei Mal stattfindet (von 15.00 – 16.30 Uhr und von 17:00 – 18:30 Uhr) wir Dich jedoch bitten Dich über das Formular (englisch) anzumelden.

Die Stoffkollektionsvorstellung ist frei und den ganzen Tag von 11:00 – 20:00 Uhr offen.

Sorry. This form has been closed as we have reached the limit of possible participants due to space restraints.

Wir würden uns freuen, Dich vielleicht in Skandinavien zu treffen 😉

Lebenskleidung Event-Tipp: Workshops mit Good Garment Collective

Download PDF

Der März wird produktiv! Das Good Garment Collective aus Berlin/Kreuzberg lädt zu diversen Workshops rund um die Themen nachhaltiges Sourcing, Management und Circular Fashion ein. Interessant ist das insbesondere für all diejenigen unter Euch, die mit ihren Mode-Start-Ups noch in den Startlöchern stehen.

Für uns war die Workshopreihe Anlass genug, Marita Jablonski, die bei Good Garment Collective für Produktionsmanagement und Sourcing verantwortlich ist, einige Fragen zu stellen – während der Ruhe vor dem Sturm sozusagen.
Lest hier, was Marita uns zu ‚Circular Economy‘, Nachhaltigkeit und Good Garment Collective erzählt hat!

Hallo Marita! First things first: Stell Dich doch bitte ganz kurz einmal vor!

Ich bin Marita Jablonski, Mitgründerin von Good Garment Collective und bin bei uns für die Produktionsbetreuung auf industrieller Ebene zuständig. Unser Team besteht außerdem aus Schnittmachern und Produktentwicklern.

Marita Jablonski

Aus welcher Motivation heraus hast Du bzw. habt Ihr ‚Good Garment Collective‘ gegründet und aus welchen Kontexten kommt Ihr jeweils?

Wir kommen alle aus der Textilbranche und uns eint das Streben danach, textile Produkte besser und nachhaltiger zu gestalten. Mit unserem Erfahrungswissen und unserem Netzwerk an Zulieferern und Produzenten wollen wir Unternehmen dabei unterstützen, ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten.

Euer Portfolio ist sehr umfassend und rund – Ihr erarbeitet gemeinsam mit Euren Kunden Konzepte, helft beim Sourcing und der Verarbeitung, bietet Workshops an usw. Mit welchen spezifischen Problemen oder Anliegen kommen die Leute in der Regel zu Euch?

Unseren Kunden fehlt meist das Wissen, wo sie nachhaltige Stoffe in den geeigneten Mengen bekommen können. Darüber hinaus passt nicht jeder Zulieferer oder Produzent zu jedem Kunden, da hier Stückzahlen, Produktgruppen, der Use-Case und die Werte des Labels eine Stärke Rolle bei der Auswahl der geeigneten Partner spielen. Wir erarbeiten dann eine individuelle Lieferkette für das Label und dessen Anforderungen.

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden in der Erstellung der Schnitte, Prototypenfertigung, sowie bei der Betreuung Ihrer Produktionen. Einige unserer Kunden können, nachdem sie mit uns ihre individuelle Lieferkette aufgebaut haben und wir den Produktionsprozess für die erste Kollektion mit begleitet haben, für die zweite Runde die Produktionen selbst betreuen. Wie agieren dann wie ein Inkubator, der in der Anfangsphase unterstützt.

Der Terminus der ‚Circular Economy‘ spielt bei den Kollektionen, die Ihr plant, eine sehr große Rolle. Ab wann genau kann eine Kollektion oder ganz einfach auch ein Kleidungsstück als kreislauffähig gelten? 

Es gibt verschiedene Design-Strategien, um kreislauffähige Produkte zu entwickeln. Grundsätzlich bedeutet es, dass alle Materialen, die verwendet werden, in Kreisläufen zirkulieren können. Es geht darum, Abfall zu vermeiden und bei der Gestaltung von Bekleidung den Herstellungsprozess, die Nutzungsphase, aber auch die Post-Consumer Phase mitzudenken und auf diesem Weg mit allen Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen.

Für kreislauffähige Produkte muss bereits beim Materialkonzept die richtige Entscheidung getroffen werden. Hier werden zusätzlich die Produktanforderungen wie auch die Wertevorstellungen der Labels genau betrachtet. Erst dann gehen wir in die Materialrecherche.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich: im Beruf, aber auch privat?

Bewusster Konsumieren.

Im März bietet ‚Good Garment Collective‘ drei Workshops an – kannst Du kurz umreißen, worum es dabei gehen wird und an wen sich die Veranstaltungen richten?

Die Workshops richten sich an Fashion Startups, die sich in den Bereichen Sustainable Fashion & Sourcing oder Produktionsmanagement weiterbilden wollen. Wir vermitteln in den Workshops die Grundlagen zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsstrategien bei der Herstellung von Mode und geben einen Überblick zu Herstellern und Zulieferern, sowie zu den Abläufen einer nachhaltigen Materialbeschaffung.

In dem Workshop Produktionsmanagement geben wir den Teilnehmer*innen einen Einblick in die Planung, Vorbereitung und Durchführung von Modeproduktionen für industrielle Auflagen. Es wird außerdem ein Tutorial zur Befüllung von Produktionsunterlagen geben, die für die serielle Fertigung nötig werden.

Wie sähe für Dich oder Euch als Kollektiv die ideale Mode-, aber auch Konsumlandschaft aus? Und, damit einhergehend: Welche Formen des Austauschs hältst Du für sinnvoll und wichtig, um nachhaltige Mode(produktion) zu einer Angelegenheit zu machen, die irgendwann vielleicht doch nicht mehr nur eine Minderheit drängend empfindet?

Ich würde mir einen bewussteren Umgang mit Ressourcen im Allgemeinen wünschen. Das fängt bei der Gestaltung von Produkten an, aber auch wie wir mit Bekleidung im Alltag umgehen, wie lange wir sie benutzen, wo wir sie hingeben, nachdem wir sie nicht mehr tragen wollen. Ich denke, die Lebenszeit von Textilien sollte langfristig angelegt sein und wenn ich sie nicht mehr tragen möchte, dann vielleicht jemand anders oder sie dient als Rohstoff für neue Bekleidung.

Damit das aber thematisch auch in den Fokus der Masse rückt, müssen Politik und Wirtschaft diese Notwendigkeit auch sehen und Firmen stärker in die Verantwortung nehmen. Ich habe oft das Gefühl, dass der Austausch zwischen nachhaltig arbeitenden oder konsumierenden Menschen ganz gut funktioniert, aber eben nicht die Masse erreicht.

Vielen Dank für Deine Zeit und eine schöne und vor allem produktive Workshop-Reihe!

>> Wenn die Workshops von Good Garment Collective Euer Interesse geweckt haben, dann meldet Euch bitte schnellstmöglich dafür an! Nähere Informationen zu den Schwerpunkten der drei Termine sowie den Konditionen findet Ihr hier. Außerdem erhaltet Ihr mit dem Stichwort „Lebenskleidung“ im Betreff zur Anmeldung oder Erwähnung in Eurer Nachricht eine Rabatt von 10% auf den Workshop Eurer Wahl – großen Dank dafür ans Good Garment Collective! <<

 

 

Die Berlin Experience einmal anders: Die Green Fashion Tours

Green Fashion Tour Berlin
Download PDF

Wie oft haben wir von einer grünen Tour durch Berlin geträumt, bei der man neben den klassischen Sehenswürdigkeiten auch ein Gespür dafür bekommt, wo genau nachhaltige Mode in der Stadt eigentlich entsteht und verkauft wird.
Nun, wir haben sehr oft davon geträumt und vor einiger Zeit ist unser Traum endlich Realität geworden!
Mit den Green Fashion Tours hat Berlin seit über zwei Jahren eine echte kleine Institution für Rundgänge, bei denen Nachhaltigkeit ganz groß geschrieben wird. Und das völlig zurecht – schließlich ist Berlin nicht nur deutsche Hauptstadt, sondern auch Dreh- und Angelpunkt, wenn es um nachhaltige Mode geht.

Gegründet wurden die Green Fashion Tours 2015 von Anna, Arianna und Mariángeles, die alle schon zuvor auf die ein oder andere Weise mit nachhaltigen Themen zu tun gehabt haben: Anna hat das Fair Fashion Network Get Changed aufgebaut und betreut dort noch immer regelmäßig verschiedene Projekte, Arianna hat den Upcycling Fashion Store samt dazugehöriger Upcycling-Fashion-Agentur sowie das Upcycling-Fashion-Label aluc mitgegründet und Mariángeles bringt dank ihres Blogs Hola Berlin die nötige Expertise in Sachen Stadtführungen mit. Seit 2016 sind die grünen Stadtrundgänge außerdem Teil des Vereins Future Fashion Forward.

Die Gründerinnen Anna und Ari

Die Green Fashion Tours sind aus zweierlei Hinsicht wichtig und interessant: Einmal sind sie eine spannende und sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Touren durch die Stadt und für Jede/n eine Bereicherung, der/die sich in irgendeiner Weise für nachhaltige Mode interessiert. Gleichzeitig bringen sie Gruppen von neugierigen Zufallsteilnehmern, Modeakteuren und Fachleuten zusammen und schaffen dadurch ein wunderbares Forum für den regen Austausch von Ideen – etwas, das in dieser Art ziemlich einzigartig ist.

Bei der Auswahl der Touren hat man die Wahl zwischen dem regulären Angebot, das verschiedene Stadtteile in den Fokus rückt, und individuell zugeschnittenen Touren, bei denen man mit ganz konkreten Vorstellungen an das Team herantritt und sich dann einen entsprechenden Rundgang auf den Leib schneidern lässt. Menschen, die von  anfänglicher Neugier getrieben werden, finden sich hier also ebenso gut aufgehoben wie die alten Hasen der Szene!

Zwischenstopp bei Fair Fashion Designer Wilfried Pletzinger

Zu Fuß, zu Fahrrad oder mit Bus&Bahn – möglich ist alles und kaum eine Tour gleicht der anderen. Was für die Fortbewegung gilt, ist auch in puncto Sprache gegeben: die Stadtrundgänge können auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch oder Chinesisch moderiert werden.

Wichtig für Eure Terminkalender ist nun erst einmal das Folgende: Die nächste Green Fashion Tour wird am 17. Februar stattfinden. Unter dem Titel ‚Weekend Outlook Tour‘ wird die grüne Modeszene Berlins in drei Stunden einmal ganz ausführlich unter die Lupe genommen – kurze Shoppingeskapaden natürlich inklusive. Bitte meldet Euch bei Interesse direkt hier an und habt ganz viel Freude beim Erkunden Berlins auf eine etwas andere Art!

>>> Apropos grüne Stadtrundgänge – kennt Ihr schon den Fair Fashion Finder? Nein? Dann wird es wirklich Zeit! Der grüne Labelfinder von Get Changed zeigt Euch ganz genau das, was Ihr wollt. Ihr könnt Eure Suchanfragen durch verschiedene Filtermöglichkeiten sehr spezifisch gestalten und bekommt dann auf einer Map angezeigt, wo genau Ihr entsprechende Brands und Läden finden könnt. Seit Kurzem gibt es den Fair Fashion Finder für alle Vielbeschäftigten und Smartphone-Enthusiasten auch als App – vorerst allerdings nur über den ITunes-Store! <<<

Bilder der Touren: Hannes Kutza for Twosecondsphotography